Flora Kliem vom ASC Göttingen freut sich über Deine Stimme ;-)
 

 Jetzt Online Voting möglich -- hier

 

Wählen Sie den Behinderten-Sportler 2021

Jedes Jahr gibt es eine Wahl zum Behinderten-Sportler des Jahres.Sie können den Behinderten-Sportler 2021 wählen.Geben Sie einem Sportler mit Behinderung Ihre Stimme.Der Sportler mit den meisten Stimmen gewinnt.Er wird Behinderten-Sportler 2021.Sie können einen Preis gewinnen.

Das können Sie gewinnen:

Vielleicht gewinnen Sie einen tollen Preis.Der erste Preis ist ein Urlaub im Chiemgau.Lotto Niedersachsen hat den Urlaub gespendet.Der zweite Preis ist eine Woche Urlaub auf Kreta.Dieser Preis kommt von TUI Deutschland.Der dritte Preis ist ein Computer.Dieser Preis kommt von der Hannoverschen Volksbank.Es gibt noch viel mehr Preise zu gewinnen.

Sie finden alle Preise im Internet unter:www.bsn-ev.de/voting/

Flora Kliem ist 22Jahre alt.Als Bogenschützin gewann sie zwei Titel bei den Deutschen Meisterschaften und wurde Dritte bei den Berlin Open 2019.

Flora 3 1 von 1

„Nur wenn ich das Beste draus mache, kann es schön werden“Er sieht imposant aus, der Bogen, den Flora Kliem zu Beginn des Trainings zusammenbaut. Da wird geschraubt, gespannt und diverses Zubehör verstaut. Drei Kilogramm wiegt das Sportgerät am Ende. Köcher, neun Pfeile aus Aluminium, Sehne, Stabilisator und Schusszähler gehören dazu. Und nicht zu vergessen, das Schaf, das am Schaft von Erwin –so heißt der Bogen –baumelt, seit Flora Kliems Patentante es ihr geschenkt hat. Die langen Haare werden mit einem Zopfgummi gebändigt, und wenige Sekunden später ist die 22-Jährige vom ASC Göttingen/Team BEBhoch konzentriert. 18 Meter entfernt steht die Scheibe in der Vereinssporthalle, der Durchmesser des 10er-Rings beträgt gerade einmal vier Zentimeter und 12,2 Zentimeter, wenn sie draußen über 70 Meter schießt. Und Flora Kliem trifft. Sie ist eine der besten Para-Bogenschützinnen Deutschlands, wurde schon zweimal Deutsche Meisterin und Dritte bei den Berlin Open im Jahr 2019. Letzteres vollkommen unerwartet, wie sie selbst immer wieder verwundert feststellt. Schließlich war es ihr erstes internationales Turnier. Im Halbfinale wurde sie noch „einfach so weggeputzt“, wie sie es etwas flapsig formuliert. Im Duell um Platz drei ging es –spannender konnte es nicht werden –bis ins Stechen. „Da standen beim entscheidenden Schuss plötzlich alle Zuschauer auf.“ Flora Kliem behielt die Nerven.

 

Flora 2 1 von 1
 
„Nur wenn ich das Beste draus mache, kann es schön werden“Er sieht imposant aus, der Bogen, den Flora Kliem zu Beginn des Trainings zusammenbaut. Da wird geschraubt, gespannt und diverses Zubehör verstaut. Drei Kilogramm wiegt das Sportgerät am Ende. Köcher, neun Pfeile aus Aluminium, Sehne, Stabilisator und Schusszähler gehören dazu. Und nicht zu vergessen, das Schaf, das am Schaft von Erwin –so heißt der Bogen –baumelt, seit Flora Kliems Patentante es ihr geschenkt hat. Die langen Haare werden mit einem Zopfgummi gebändigt, und wenige Sekunden später ist die 22-Jährige vom ASC Göttingen/Team BEBhoch konzentriert. 18 Meter entfernt steht die Scheibe in der Vereinssporthalle, der Durchmesser des 10er-Rings beträgt gerade einmal vier Zentimeter und 12,2Zentimeter, wenn sie draußen über 70 Meter schießt. Und Flora Kliem trifft. Sie ist eine der besten Para-Bogenschützinnen Deutschlands, wurde schon zweimal Deutsche Meisterin und Dritte bei den Berlin Open im Jahr 2019. Letzteres vollkommen unerwartet, wie sie selbst immer wieder verwundert feststellt. Schließlich war es ihr erstes internationales Turnier. Im Halbfinale wurde sie noch „einfach so weggeputzt“, wie sie es etwas flapsig formuliert. Im Duell um Platz drei ging es –spannender konnte es nicht werden –bis ins Stechen. „Da standen beim entscheidenden Schuss plötzlich alle Zuschauer auf.“ Flora Kliem behielt die Nerven. Der Bogensport und der ASC Göttingen sind für Flora Kliem ein Zuhause geworden. Seit ihrem Unfall im Jahr 2013, durch den sie ein Polytrauma an Rücken und Beinen erlitt und seit dem sie einen Rollstuhl nutzt, hat sich im Leben der jungen Frau so gut wie alles verändert. Der Umzug von Berlin nach Göttingen mit 18 Jahren, die neue Schule, die sportliche Umstellung auf das Bogenschießen –Flora Kliem hat mit dem Prozess, sich mit der Behinderung zu arrangieren, ein neues Leben begonnen. „Es war von Anfang an keine Option zu sagen, ich habe keinen Bock mehr. Nur wenn ich das Beste aus der Situation mache, kann es auch schön werden“, sagt sie. Charakterlich habe sie sich sehr verändert. „Ich gebe nicht mehr so schnell auf.“ Für eine mentale Präzisionssportart, wie das Bogenschießen, eine unabdingbare Voraussetzung.170 Schuss in der WohnungDer Sport und die Gemeinschaft im Verein wirken sich in vielerlei Hinsicht sehr positiv aus. Zum einen auf Flora Kliems psychische und körperliche Stärke. „Es wird mir hier aber auch sehr leicht gemacht, mal Hilfe anzunehmen.“ Als die Beschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie das Vereinstraining unmöglichmachten, wurde ihr kurzerhand eine Zielscheibe in die Wohnung gestellt. „Dadurch konnte ich meine Muskulatur und die Technik erhalten, sonst hätte ich irgendwann wieder von vorn angefangen“, erklärt sie. Darüber hinaus hat das Training ihr dabei geholfen,eine Tagesstruktur aufrechtzuerhalten. Dennoch versucht die 22-Jährige vor allem, etwas „lockerer“ durch die Pandemiezeit zu kommen. „Es gibt zurzeit so viele Herausforderungen und Situationen, mit denen ich zurechtkommen muss, da versuche ich im Trainingetwas gnädiger mit mir zu sein, wenn es mal nicht so läuft“, sagt sie. Immer mit dabei: eine große Portion Humor und eine stets positive Einstellung.Nachdem Flora Kliem 2020 ihr Abitur bestanden hat, studiert sie nun Grundschulpädagogik an der Universität Kassel. Während des ersten Semesters ausschließlich online. Dadurch hat sie nach wie vor Zeit für das Training, das sie „nie ausfallen lassen würde“, wie sie betont. Im Sommer steht sie fünfmal pro Woche auf dem Bogenplatz, im Winter geht es normalerweise drei-bis viermal in die Halle. Pro Einheit absolviert sie 150 bis 170 Schuss. Hinzukommen Kraftübungen, um die Muskulatur in den Schultern auszugleichen. Zudem betreut Flora Kliem Anfängerkurse in der Rehaklinik, was ihr unglaublich viel Spaß macht. „Es ist schön zu sehen, dass ich vor allem zu Kindern sofort einen Zugang habe“, freut sich die Bogenschützin. Motivation genug, um spätervielleicht einmal eine Übungsleiter-Lizenz zu absolvieren. Noch viel zu entdeckenDie größte Motivation ziehtFlora Kliem aus ihrer Familie und aus Freundschaften. Und ganz besonders auch aus der Erkenntnis, „dass ich alles schaffen kann“. „Ich war nach dem Unfall so weit unten, und jetzt bin ich so weit oben. In den letzten Jahren ging es nur bergauf, und es gibt noch so viel, was ich entdecken kann“, sagt sie strahlend. So ist es nicht verwunderlich, dass Flora Kliem ihr sportliches Ziel klar formuliert: „Die Paralympics 2024 in Paris wären toll.“ Und auf dem Weg dorthin wird sie nicht nur durch Erwin und das Schaf begleitet, sondern auch von der Gemeinschaft im Verein unterstützt.

Text: Heike Werner

Flora Kliem•trainiert beim ASC Göttingen/Team BEB mit Sportler*innen mit und ohne Einschränkung•nach zwei Jahren im Landeskader-Übergang gehört sie seit 2021 dem Bundeskader an•singt im Chor der Universität Göttingen „Unikante“ sowie in einem Projektchor für christliche Musik•ist schon häufig im Fahrstuhl stecken geblieben.

Quelle: BSN

Abstimmen und vielleicht etwas gewinnen ;-)

 

   
© ALLROUNDER