Landesspielmannszug

Im Sommer des Jahres 1988 besprachen Ausbildungsleiter Wilhelm REFKE und der neue Landesmusikleiter Bernd SCHÖNEBECK die Situation der Musik im Verband. Es sollte etwas völlig neues entstehen. Im Mitteilungsblatt berichteten wir von dem Plan einen Landesspielmannszug aufzubauen. Er sollte repräsentative Aufgaben für die Fachgruppe Musik bzw. den Niedersächsischen Sportschützenverband wahrnehmen. Ferner für die Weiterbildung von Ausbildern und die Unterstützung von qualifizierten Nachwuchskräften zur Verfügung stehen.
Der Landesspielmannszug ist im großen Flötensatz besetzt, d. h. Diskant-, Sopran-, Alt- und Tenorflöten, sowie Schlagzeug, kleine Trommel, Stabspiele und Percussion.
Es wurden folgende Register gebildet: Sopran I, Sopran II, Sopran III, Alt I, Alt II, Tenor und Schlagzeug (einschl. Stabspielen und Percussion).
Es wird angestrebt, im Schwierigkeitsgrad die Oberstufe zu erreichen. Mitglied im Landes-spielmannszug kann jeder Musiker des NSSV werden. Voraussetzung ist die erfolgreich bestandene D3-Prüfung zusätzlich ausreichend praktische Erfahrung auf dem jeweiligen Instrument.
Die Musikalische Leitung liegt in den Händen des Dirigenten des Landesspielmannszuges. Ihm stehen die entspr. Registerführer zur Seite. Ferner wird ein Stellvertreter vom LSZ gewählt.
Der LSZ trifft sich mindestens zweimal im Jahr zu einem Wochenendlehrgang. Dieser dient dazu, das musikalische Programm zu erarbeiten. Um den Leistungsstand zu halten, wird eine stetige Aufarbeitung des Repertoires in Eigenregie sowie Weiterbildung erwartet. Unregelmäßig wird ein Sichtungs- und Nachrückerlehrgang angeboten. Zuerst fanden diese Lehrgänge ab November 1988 in Schützenhäusern statt. Bald war jedoch eine Mitglieder-zahl erreicht, die dazu führte, das der Landesspielmannszug in der Steinhuder Schule fast heimisch wurde. Die dort vorhandenen idealen Voraussetzungen (Forum für Gesamtproben, Klassen- und Musikräume für die Registerarbeit und die Unterbringung sowie die vorhan-dene Schulküche waren dafür ausschlaggebend. Geschlafen wird übrigens nach wie vor auf mitgebrachten Liegen.
Als äußeres Erkennungszeichen und besondere Auszeichnung tragen die Mitglieder ein Verbandsabzeichen mit dem Aufdruck „Landesspielmannszug“.
Der erste Einsatz des Zuges war übrigens der Landesdelegiertentag 1989 in Einbeck. Alle, die dabei gewesen sind, haben noch immer sehr lebhafte Erinnerungen an diese Tage.
Weitere Auftritte hatte der Landesspielmannszug bei Delegiertentagen und Jubiläumsveranstaltungen.
Darüber hinaus gab es Auftritte bei den Landesmusikfesten, bei unseren Versammlungen, bei Feiern der Mitglieder wurde gespielt und es gab während einiger Lehrgangsphasen sehr gut besuchte Konzerte und der Landesspielmannszug spielte auch bei den Kreiskönigsbällen in Braunschweig und in Uelzen.
2006 hat der Landeszug am 3. Wettbewerb für Auswahlorchester der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände teilgenommen. Im Wertungsspiel erreichte der Landesspiel-mannszug den 2. Platz. Im November 2010 wurde in Bamberg dieser Erfolg beim 4. Wett-bewerb wiederholt. Wir sehr stolz wieder gen Norden gefahren. Es hat auch viel Freude bereitet anderen Zügen und Musiksparten zuzuhören. Ein besonderes Erlebnis waren die jeweiligen Abendveranstaltungen mit der Bekanntgabe der Platzierungen in Trossingen und auch in Bamberg. Beim 5. Wettbewerb sind wir wieder dabei – dann nach der 2011 erfolgten Änderung der Stimmung mit Böhmflöten.

