Fachgruppe Musik im Niedersächsischen Sportschützenverband tagt in Wietzenbruch
29 Vertreterinnen und Vertreter aus Musikzügen, Spielmannszügen und Blasorchestern aus verschiedenen Kreisschützenverbänden in Niedersachsen kamen in Wietzenbruch (Landkreis Celle) zur Jahreshauptversammlung der Fachgruppe Musik im Niedersächsischen Sportschützenverband zusammen. Delegierte aus unter anderem den Kreisschützenverbänden Celle, Burgdorf, Isenhagen-Wittingen, Uelzen, Soltau, Fallingbostel und weiteren Regionen nutzten die Gelegenheit, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und aktuelle Herausforderungen der Laienmusik intensiv zu diskutieren.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen neben Berichten aus den Kreisen auch grundlegende Fragen zur Zukunft der Musikzüge im Verband: Nachwuchsgewinnung, Digitalisierung, Organisation sowie die Wahrnehmung musikalischer Arbeit innerhalb der Schützenvereine.
Mit klaren Worten zur Bedeutung der Musik im Schützenwesen eröffnete Mike Schönemann, stellvertretender Vorsitzender des Kreisschützenverbandes Celle Stadt und Land e. V., die Jahreshauptversammlung der Fachgruppe Musik im Niedersächsischen Sportschützenverband in Wietzenbruch.
„Viele Musikzüge kämpfen derzeit – ich formuliere das bewusst drastisch – mit Eierbechern voll Wasser gegen Waldbrände“, sagte Schönemann in seinem Grußwort an die Delegierten.
Damit sprach er ein Gefühl an, das viele der Anwesenden teilen: Die musikalische Arbeit in den Vereinen steht zunehmend im Wettbewerb mit zahlreichen Freizeitangeboten und leidet teilweise unter mangelnder Wahrnehmung. Gleichzeitig machte er deutlich, welche zentrale Rolle die Musik für das Schützenwesen spielt: „Ein Spielmannszug ist keine Hintergrundmusik. Ein Musikzug ist kein dekoratives Beiwerk. Ihr seid der Klang unserer Tradition.“
Landesmusikfest war ein Erfolg
Einhellig positiv blickten die Delegierten auf das Landesmusikfest 2025 in Bad Bevensen zurück. Das Fest wurde von vielen Teilnehmenden als starkes Zeichen für die Bedeutung der Musik im Verband bewertet.
Die Veranstaltung habe gezeigt, wie lebendig und vielfältig die musikalische Szene im Niedersächsischen Sportschützenverband weiterhin ist. Zahlreiche Auftritte, Begegnungen und musikalische Beiträge hätten eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie groß die Begeisterung für die Musik weiterhin sei.
Noch bevor die Versammlung endete, konnte bereits eine wichtige Nachricht verkündet werden: Das nächste Landesmusikfest findet 2027 wieder in Hankensbüttel statt.
Der Austragungsort ist vielen Musikerinnen und Musikern bereits bestens bekannt – Hankensbüttel war in der Vergangenheit mehrfach Gastgeber eines Landesmusikfestes.
Veränderungen im Landesmusikausschuss
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Wahlen innerhalb der Fachgruppe.
Mit Michael Pohl (Kallenbrock / KSV Uelzen) als 2. stellvertretenden Landesmusikleiter und Nicole Mertens (Uelzen) als stellvertretende Landesausbildungsleiterin verabschiedeten sich zwei langjährige Funktionsträger aus ihren Ämtern. Landesmusikleiter Sven Henneicke würdigte ihr Engagement mit persönlichen Worten und dankte ihnen für ihre jahrelange Arbeit für die Musik im Verband.
Neu in den Landesmusikausschuss gewählt wurden:
· Philipp Seidel (Veerßen / KSV Uelzen) als 2. stellvertretender Landesmusikleiter
· Daniela Bierfreund (Hankensbüttel / KSV Isenhagen-Wittingen) als stellvertretende Landesausbildungsleiterin
· Florian Kaleshi (Ebstorf / KSV Uelzen) als Pressewart
Mit dieser Mischung aus Erfahrung und neuen Impulsen sieht sich die Fachgruppe Musik gut aufgestellt für die kommenden Jahre.
Austausch bleibt wichtig
Neben den formalen Punkten prägten vor allem offene Gespräche und der Erfahrungsaustausch die Versammlung. Vertreterinnen und Vertreter der Vereine berichteten aus ihren Musikgruppen über Entwicklungen im vergangenen Jahr – von erfolgreichen Nachwuchsprojekten bis hin zu organisatorischen Herausforderungen.
Gerade dieser Austausch über Kreis- und Vereinsgrenzen hinweg wurde von vielen Teilnehmenden als besonders wertvoll empfunden.
Denn trotz aller Herausforderungen bleibt die Motivation groß: Die Musik ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Schützentradition in Niedersachsen.



